Wer ist dieser Typ eigentlich?

Ich habe nicht Germanistik studiert (sondern Elektrotechnik), hatte bislang nichts mit Journalismus zu tun und bin auch sonst nicht unbedingt das, was man sich noch vor 20 Jahren unter einem »richtigen« Autor vorgestellt hätte. Ich rauche ja nicht mal (mehr). Und eine Schreibmaschine habe ich sowieso noch nie besessen. Daher stellt sich für Sie vielleicht die (berechtigte) Frage:

Warum erlaube ich mir eigentlich, etwas übers Schreiben zu verfassen? Wer bin ich denn überhaupt?

Der Autor als Höhlenmensch

Also.

Ich bin der Typ links im Bild. Und das, was Sie auf dem Bild außerdem noch sehen, ist ein weiteres wichtiges Schreibutensil, vielleicht sogar das wichtigste, zumindest für Phase 2. Eine geschlossene Bürotür. Mit einem Geschlossen-Schild daran, was den Wunsch nach Ruhe nachdrücklich zur Geltung bringt. Ich bin sehr dankbar dafür, mit einem Menschen zusammenzuleben, der die Bedeutung dieses Schildes versteht, und mich in Phase 2 meinen Job machen lässt, bevor ich Tage später, und einem frühgeschichtlichen Höhlenmenschen nicht unähnlich, wieder aus meiner Schreibhöhle auftauche. A-hugah!

Aber diesen Luxus hatte ich nicht immer.

Ich habe meine erste Geschichte 2013 im Selbstverlag veröffentlicht. Ein bescheidenes, kleines Büchlein, das ich mir während der Schreibpausen an meinem eigentlichen ersten Roman ausdachte. Eine weitere eingeschobene Horrornovelle später war es dann so weit. Mein Horrorthriller mit dem (absichtlich ?) unaussprechlichen Namen Draakk wurde veröffentlicht. Wieder von mir selbst. Nachdem ich einen Indieverlag anschrieb und mir die Standardabsage abholte. Ja, nur einen einzigen. Danach habe ich meine Zeit lieber in das Schreiben von Büchern als in das Schreiben von Bewerbungen investiert.
An »Draakk« habe ich über zwei Jahre unter teilweise haarsträubenden Bedingungen gearbeitet (dazu später mehr), aber als es endlich fertig war, fühlte ich mich großartig. Das Buch fand eine Leserschaft und schaffte es immerhin in die Top 1.000 der Amazon-Bestsellerliste.

Kein überragender Erfolg mögen Sie jetzt einwenden, aber für mich hatte sich damit die Welt grundlegend verändert: Es gab da draußen Bücher von mir zu kaufen und tatsächlich fanden sich sogar ein paar Leute, die das freiwillig taten. Leute, die ich nicht persönlich kannte, wohlgemerkt. Und Rezensionen hinterließen ein paar von denen (die besonders netten) auch, und die meisten davon waren positiv. Unglaublich, oder? Für mich schon, damals.

Also schrieb ich weiter.

Ein paar meiner nachfolgenden Bücher mochten meine Leser sogar noch ein bisschen mehr. In den letzten drei Jahren waren es immerhin neun Veröffentlichungen als L. C. Frey und noch knapp zwei Dutzend andere unter noch anderen, noch seltsameren Pseudonymen. Meine Thriller Die Schuld der Engel und der Nachfolger Totgespielt schafften es bis in die Top 10 bzw. Top 20 der Bestsellerlisten eines ziemlich angesagten Onlinebuchhändlers, was mir wiederum neue Leser erschloss und so langsam kam die Sache ernsthaft ins Rollen.

Das war so ungefähr der Zeitpunkt, an dem ich anfing, ein paar der Methoden zu begreifen, die ich Ihnen in diesem Blog näherbringen möchte.

Zwischendurch versuchte ich mich auch mal an einem Liebesroman, für den mir ein Verlag einen Vertrag anbot, den ich annahm. Ganz ohne Bewerbung meinerseits übrigens, man hatte mein E-Book entdeckt und für würdig befunden, na so was. Da rollte die Sache dann noch ein bisschen mehr.
Seit 2015 lebe ich nahezu ausschließlich vom Schreiben und Verkaufen meiner Bücher.

Mein Autorenservice Ideekarree, den ich 2011 gegründet habe, übernimmt außerdem noch gelegentlich Aufträge für Projekte, die mir ganz besonders spannend erscheinen. So bleibt man auch in der Übung, was das Marketing betrifft. Durchaus nützlich, wenn man das, was man in unzähligen, schweißtreibenden Stunden geschrieben hat, einem lesehungrigen Publikum präsentieren möchte. Und das möchte ich, oh ja.

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