SCHREIBTOOLS, Folge 3: Der gute, alte Schreibblock

Sie haben es vielleicht schon gemerkt, ich bin ein Fan von Digital und diesem ganzen neumodischen Kram. Hauptsächlich deshalb, weil ich ein Fan von Effizienz bin. Ich möchte meine Arbeitszeit optimal nutzen, weil mir das hilft, bessere Bücher zu schreiben und anschließend meine Freizeit intensiver zu genießen. Und dann komme ich und erzähle ich Ihnen, dass wir einen Schreibblock brauchen? Aus Papier? Analog? Mit einem richtigen Stift?

Jep.

Erstens hilft Ihnen das dabei, dass Ihre Handschrift nicht komplett zum Teufel geht. Haben Sie mal das unleserliche Geschmiere von jemandem gesehen, der nur noch tippt? Furchtbar. Und was machen Sie, wenn Sie Ihre Bücher mal signieren müssen? Sich blamieren, genau! Deshalb: ein Schreibblock, und nutzen Sie ihn. Auch noch für die folgenden Dinge.

Brainstorming. Wenn Sie kein tolles Whiteboard haben, auf das Sie Ihre spontanen Ideen kritzeln können, so wie ich, dann nutzen Sie stattdessen den Block. Ich habe und nutze beides.

Schreib-Notizen. Während Sie schreiben, sollten Sie sich nicht ablenken lassen. Also nicht das Handy rauskramen und eine Evernote-Notiz verfassen oder auf dem Rechner ein anderes Fenster aufklicken. Schreiben Sie stattdessen auf Ihren Block und dann konzentrieren Sie sich wieder auf den Bildschirm.

TDL-Notizen. Hier ist noch ein rattenscharfer Trick zum Thema Ablenkungsfreiheit. Wenn Ihnen während des Schreibens etwas Superwichtiges einfällt, wie zum Beispiel, dass Sie vergessen haben, Milch zu kaufen, und das Wochenende naht, reißen Sie ein Extrablatt aus Ihrem Block und schreiben Sie es darauf. Dann vergessen Sie es und kümmern sich wieder ums Schreiben. Einkaufen und das Geschirr abwaschen können Sie, wenn Sie Ihr Schreibsoll für heute erfüllt haben. TDL soll heißen: To Do Later. Ja, Aufschieberitis ist manchmal Teil des Jobs. Hier ist sie sogar ziemlich nützlich.

Kritzeleien. Manchmal hilft es, eine Skizze zu machen, von einer Szene, dem Grundriss eines Gebäudes oder sonst was. Manchmal hilft es auch, einfach nur herumzukritzeln, besonders beim Brainstorming. (Stellen Sie den Timer fürs Kritzeln auf maximal fünf Minuten und dann malen Sie den Stift leer!) Das geht auf nichts so gut wie auf einem schönen Block. Wenn Ihre Ansammlung von Strichmännchen fertig ist, hängen Sie es an Ihre Wand als Inspiration. Jedem, der Ihren Raum betritt, wird sofort klar sein, dass er es mit einem echten Profi zu tun hat.

Der perfekte Block. Ihr Schreibblock sollte über einen Deckel und eine Spiralbindung verfügen. Das ist wichtig, um die Notizen schnell verbergen zu können. (Niemand sieht Ihr Buch, bevor nicht ENDE unter dem Erstentwurf steht. Niemand! Das ist die erste Regel des Schreib-Klubs!) Die Spiralbindung brauchen Sie, damit der Block schön flach auf Ihrem Schreibtisch liegen kann, optimalerweise neben Ihrer rechten Hand, falls Sie Rechtshänder sind. Ansonsten stellen sich die Seiten auf und das ist furchtbar hässlich anzuschauen. Und es kitzelt an Ihrer Hand beim Schreiben. Wählen Sie Ihren Block in A4, liniert, kariert oder ganz ohne. Was Ihnen lieber ist.

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